Über Uns
Die Projektgruppe
Im Projekt reselhaus arbeiten derzeit 16 Personen an der Umsetzung des ersten selbstverwalteten Hausprojekts in Graz. Unsere Altersspanne reicht von Anfang 20 bis Mitte 60. Dementsprechend sind unsere Erfahrungen und auch unser Knowhow vielfältig und weitreichend. Manche von uns planen bei Realisierung des Projekts ins reselhaus einzuziehen, einige unserer Gruppe sehen sich eher in der Rolle, die geplanten kollektiven Räume zu formen und zu bespielen und wieder andere verstehen sich vor allem als Aktivist:innen zur Schaffung und Erhaltung von leistbarem Wohnraum. Uns alle eint die gemeinsame Vision, in Graz Räume zu erschaffen für Vernetzung und Begegnung unterschiedlicher Menschen und darüber hinaus alternative Wohn- und Lebensentwürfe zu erproben.
Unsere Rechtsstruktur
Die Projektgruppe reselhaus ist als Verein organisiert und mit anderen Projektinitiativen gemeinsam im österreichischen Dachverband habiTAT vernetzt.
Die angestrebte Rechtsstruktur sichert sowohl die Autonomie der Bewohner:innen als auch die dauerhafte Befreiung des Hauses aus dem Immobilienmarkt:Das Eigentum an unserem Haus wird bei Realisierung des Projekts bei der reselhaus GmbH liegen. Die beiden Gesellschafter werden der Hausverein reselhaus mit 51% und der Dachverband habiTAT mit 49% sein.
Die zukünftige Hausgemeinschaft ist im Hausverein organisiert und entscheidet autonom über alle Belange der Hausverwaltung und des täglichen Zusammenlebens.
Das habiTAT als zweiter Gesellschafter hat ein Vetorecht gegen den Verkauf des Hauses und stellt sicher, dass keine Gewinne entnommen werden und mit der Immobilie nicht spekuliert wird.
Das habiTAT ist außerdem auf Vernetzung und Wachstum ausgelegt. Neue Hausprojektinitiativen erhalten umfassende Beratung und Unterstützung durch die alten habiTAT-Mitglieder, und die Bewohner:innen zahlen mit der Miete einen Solidarbeitrag, der dann wieder neuen Projekten als Starthilfe zur Verfügung gestellt wird – auf dass immer mehr Häuser freigekauft werden!
Unser Finanzierungsmodell
Der Kauf des Hauses soll durch das vielfach durch andere Hausprojekte erprobte Finanzierungsmodell der Direktkredite ermöglicht werden. Dabei wird das benötigte Kapital von einer Million Euro über eine Mischung aus Privat- und Bankdarlehen gestellt. Das bedeutet, dass zumindest der Eigenkapitalanteil (30-35%) für den Kauf des Hauses durch Direktkredite – private Mikrokredite – aufgebracht werden muss. Im besten Fall erreichen wir durch unsere Kampagne aber sogar so viele Menschen, dass wir gänzlich auf ein Bankdarlehen verzichten können.
Was sind Direktkredite?
Direktkredite sind Geldbeträge, die dem Hausprojekt ohne den Umweg über eine Bank direkt geliehen werden. Sie bieten Einzelpersonen und Gruppen eine Möglichkeit, Erspartes selbstständig anzulegen. In unserem Hausprojekt ist dein Geld sinnvoll, sozial, ökologisch und nachhaltig investiert. Private Direktkredite haben den Vorteil des persönlichen Kontakts: sowohl das Projekt als auch die Personen dahinter und ihre Ziele sind bekannt. Die Kreditgeber:innen wissen genau, wie und wo ihr Geld angelegt ist. Diese Transparenz ist einzigartig und wird auch von uns gewährleistet werden: wir halten dich als Direktkreditgeber:in regelmäßig auf dem Laufenden.
Direktkredite werden im Gesetz als “qualifizierte Nachrangdarlehen“ bezeichnet. Der Direktkreditvertrag ist überschaubar und verständlich mit einfachen und klaren Konditionen. Hier geht's zu weiteren Informationen, wie du uns unterstützen kannst.